Unsere Pflegebotschafter bekommen noch einmal Verstärkung. Hier stellen wir unseren neuen Blogger David de Vries vor. Er ist Trainee im Pflegemanagement in der Asklepios Klinik Hamburg-Altona.
Unsere Pflegebotschafter bekommen noch einmal Verstärkung. Hier stellen wir unseren neuen Blogger David de Vries vor. Er ist Trainee im Pflegemanagement in der Asklepios Klinik Hamburg-Altona.
Ich gebe zu, der Titel klingt sehr nach Eltern-Kind-Gespräch. Aber das täuscht. Denn das ist meine Erkenntnis, nein, meine Erfahrung nach fast 15 Jahren im Beruf. Bei der Berufswahl habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, ob mir die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Alltag nutzen wird. Jetzt bin ich froh um den Nutzen, von dem nicht nur ich, sondern auch mein privates Umfeld profitiert. Allerdings nicht so, wie ich erwartet hatte …
Die Schlussworte meiner kleinen Serie „Pflege hat viele Gesichter“ kommen von drei Personen, die ihre unterschiedlichen Berufe in der Pflege so noch einmal wählen würden – und euch daran teilhaben lassen.
Im vergangenen Jahr wurde meine Klinik mit einer sehr unerfreulichen und auch bitteren Nachricht konfrontiert. Eine Umfrage ergab, dass Patienten uns als unfreundlich wahrnahmen. In Kombination mit anderen Punkten rutschte unsere Klinik im Hamburger Krankenhausspiegel im Vergleich zu anderen Krankenhäusern spürbar ab.
„Das könnte ich nicht.“ Diesen Satz höre ich immer wieder, wenn ich mit anderen über meinen Beruf spreche. Viele Menschen haben Bilder im Kopf, die die unangenehmen Bereiche des Pflegeberufs zeigen. Verstärkt wird das durch die Berichterstattung in den Medien, die häufig die schlechten Arbeitsbedingungen thematisiert, die in meinem Beruf zweifelsohne vielerorts herrschen. Viele Beiträge in diesem Blog zeigen aber auch, dass Pflege vielschichtig ist und an unterschiedlichen Orten stattfindet. In Kliniken, Pflegeeinrichtungen, im ambulanten Bereich und auch in der Privatwirtschaft – um nur einige zu nennen.
Heute schreibe ich einen sehr persönlichen Artikel. Ich bin Intensivpflegekraft. Wer meine bisherigen Beiträge gelesen hat, weiß, dass ich eigentlich immer aus dieser professionellen Perspektive schreibe. Mein persönliches berufliches Verständnis war bisher immer dadurch geprägt, eine möglichst empathische und kompetente Betreuung meiner Patienten sicherzustellen.
Ich habe bereits viele Artikel über „die Pflege“ geschrieben. Pflege ist aber nicht gleich Pflege. Über die Jahre haben sich unterschiedliche Schwerpunkte entwickelt, die wiederum mit unterschiedlichen Spezialisierungen einhergehen können. Als ausgebildeter Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege vertrete ich eine dieser Spezialisierungen. Der Grund für diese Vielfalt: die unterschiedlichen Anforderungen in den jeweiligen Fachbereichen der Medizin.
Die Einarbeitung auf einer Station ist immer eine große Herausforderung. Das gilt für beide Seiten, also sowohl für die Pflegekraft wie auch für das Team. Selbst wenn man bereits über Berufserfahrung verfügt, ist der Wechsel auf eine andere Station natürlich mit viel Neuem verbunden. Da gibt es die neuen Räumlichkeiten, in denen man sich zunächst zurechtfinden muss, neue und andere Sortierung der Arbeitsmaterialien, als man es schlichtweg gewohnt ist, neue Regelungen und nicht zu vergessen, das neue Team. Noch größer ist die Herausforderung, wenn es sich um einen fachlich neuen Bereich handelt – zum Beispiel, wenn man bisher auf einer Station für Innere Medizin gearbeitet hat und dann in einen speziellen Bereich wie die Stroke Unit, eine spezielle Behandlungs- und Überwachungseinheit für Patienten mit Schlaganfall, wechselt.
Warum Pflegefachkraft werden und bleiben? Gründe, die dagegen sprechen, gibt es viele. Der Schichtdienst, der Lohn im Verhältnis zur Verantwortung, der Personalmangel, die gesundheitspolitische Entwicklung und die Abrechnung nach Fallpauschalen. Trotzdem arbeiten etwa 500.000 Menschen deutschlandweit in den verschiedenen Pflegeberufen.
Dezember ist bei uns im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe Hamburg (BZG) nicht nur Weihnachtszeit, sondern auch Klausuren-Zeit. Die Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflege, die im November mit der Ausbildung begonnen haben, schreiben ihre ersten drei Klausuren. Im Probehalbjahr folgen noch weitere drei, so dass sechs stressige Lernphasen durchzustehen sind. Manchmal liegt nur ein Wochenende zwischen zwei Klausur-Terminen. Da sind Lerntipps gefragt.