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Vorweihnachtszeit in der Kindernotaufnahme

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Die Zeichen stehen auf Advent und Weihnachten. Überall in den Straßen und Fenstern strahlen die Lichterketten und manchmal schneit es sogar ein bisschen. Da funkeln die Schneesterne so schön, sagte letztens eine unserer kleinen Patientinnen.

Auch bei uns in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) für Kinder ist es ein wenig weihnachtlich geworden. Glasierte Holzsterne hängen vor den Untersuchungstüren, lackierte kleine Weihnachtsgirlanden baumeln von der Decke und die Schneeflockenlichterketten strahlen, was die Batterien so hergeben. Die Highlights waren immer unser Plüschelch und unser Plüschweihnachtsmann, die von den Untersuchungsleuchten hingen. Die beiden haben, wie schon im letzten Jahr, Beschäftigungsverbot dank Corona und der Hygienevorschriften.

 

Weihnachten bietet Gesprächsstoff

Trotzdem sorgen Lichterkette und Co. für Gemütlichkeit und eine gelöste Stimmung. In dieser Zeit habe ich als Pflegekraft immer ein wichtiges Gesprächsthema mit den Kids. Was sollen Nikolaus, Weihnachtsmann oder Christkind bringen? Sind denn die Wunschzettel schon geschrieben und gemalt? Und wenn ich tief in den Gesprächen mit den Kindern und Jugendlichen stecke über ihre Wünsche zu Weihnachten, schaue ich immer gern auf die Gesichter der Eltern. Auch wenn sie zum Teil hinter Masken verborgen sind, lässt sich doch in den Augen viel lesen. Wie nehmen sie die Wünsche auf, die ihre Kinder äußern? Von Erstaunen über Wundern, über amüsiertes Nachdenken bis zur Torschlusspanik ist alles dabei.

Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Infekte haben bei Kindern und Jugendlichen Hochsaison. So finden sie sich statt auf dem Weihnachtsmarkt im vollen Wartezimmer der Notaufnahme wieder – mit Fieber, Kopf- und Halsschmerzen, aber auch Husten, Ohrenschmerzen und Durchfall kommen vor. Da ist Geduld gefragt. In den Praxen der niedergelassenen Kinderärzte sieht es nicht anders aus.
Auch Corona ist ein Thema bei uns. Wir versuchen, mit Beratungstelefonaten zu helfen. Denn häufig steht bei einem Coronafall die ganze Familie unter Quarantäne, mit dem erkrankten Kind kann der Kinderarzt nicht besucht werden. Wir geben Tipps und Ratschläge und überlegen gemeinsam mit unseren Kinderärzten in der Notaufnahme, wie wir am besten helfen können.

Unfälle in der Weihnachtsbäckerei

Aber auch die sogenannten Weihnachtsunfälle nehmen jetzt langsam Fahrt auf. Kleine Kinder, die auf den heißen Herd fassen oder sich an frisch gebackenen Plätzchen den Mund verbrennen. Und wenn der Kleber von der Heißklebepistole auf die Hand tropft, gibt das schmerzhafte Verletzungen. Eine Sorge treibt in diesen Fällen alle um: Bin ich zum nächsten Adventssonntag oder an Weihnachten wieder zu Hause? Wir, Ärzte und Pflegepersonal, geben unser Bestes und versuchen, manchmal kleine Wunder zu vollbringen. In der Weihnachtszeit werden manche Wünsche wahr.

Foto: Unsplash/ Aaron Burden, Christiane Langhals

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