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Meine Weiterbildung zum Stationsleiter

Autor:
Handbuch

Seit Anfang Februar 2018 stecke ich in einer Weiterbildung zum Stations-, Wohn-, Gruppenleiter an der Marburger Akademie für Pflege und Sozialberufe (MAPS) . Zwar führe ich schon seit fast zwei Jahren eine interdisziplinäre Station, doch meinen „Führerschein“ habe ich noch nicht. Die Weiterbildung läuft so, dass ich einmal im Monat eine Woche Blockunterricht habe. Diese Unterrichtswoche wird mir von meinem Arbeitgeber als Arbeitszeit angerechnet. Der Weiterbildungskurs dauert fast eineinhalb Jahre und endet mit einer mündlichen Abschlussprüfung im Juli 2019.

Mein Leben zwischen Arbeit und Lernen

Neben der Arbeit ist jetzt das Lernen ein fester Bestandteil meines Lebens geworden. Da es sich im Schichtdienst oftmals schwierig gestaltet, den optimalen Zeitpunkt zum Lernen zu erwischen, verschiebe ich es meist auf meine freien Tage. Auch das Lernen an sich muss ich wieder neu lernen. Hinzu kommt, dass ich in der Woche zusätzlich zu meiner täglichen Arbeit auch noch als Praxisanleiter den Auszubildenden zur Verfügung stehe. Alle diese Sachen machen mir persönlich Spaß, auch wenn sie Zeit kosten. Es gibt natürlich Situationen, in denen ich das Gefühl habe, dass mir alles über den Kopf wächst. Die Verantwortung auf der Station, die Weiterbildung mit den vielen Prüfungen, die Arbeit als Praxisanleiter und mein persönlicher Anspruch, alles perfekt zu meistern. Ich bin in vielen Dingen sehr perfektionistisch veranlagt. Das ruft zusätzlichen Druck in mir hervor. Aber es gehört zu meiner Persönlichkeit dazu.

Verbindungen knüpfen

Schön an der Weiterbildung finde ich, dass man neue Menschen kennenlernt. Die Kollegen in meinem Kurs kommen zur Hälfte aus Pflegeheimen, eine Kollegin von einem ambulanten Pflegedienst und die übrigen aus verschiedenen Krankenhäusern. Dieser bunte Mix aus Menschen und Persönlichkeiten macht die Weiterbildung erst wirklich interessant. Es ist nämlich spannend zu erfahren, wie in anderen Kliniken oder Pflegeheimen die Strukturen sind und mit welchen Problemen die Kollegen dort zu kämpfen haben. Ebenso ist der Erfahrungsaustausch sehr bereichernd – häufig können dadurch Fehler in der Zukunft vermieden werden. Auch über jeden Tipp freue ich mich, schließlich bin ich noch nicht so lange Stationsleiter und lerne gern von Kollegen.

Foto: Wjatscheslaw Schäfer

Wjatscheslaw Schäfer

(Jahrgang 1984) arbeitet in Asklepios Klinik im hessischen Lich in der Nähe von Gießen. Dort ist er Bereichsleiter für Unfallchirurgie und Gynäkologie. Wjatscheslaw wurde in Kasachstan geboren und kam als Kind im Alter von fünf Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. Er arbeitet bereits seit mehr als zehn Jahren als Krankenpfleger und ist seit einiger Zeit auch als Praxisanleiter tätig. Wjatscheslaw beschreibt sich als im Grunde gut gelaunten Menschen, der gerne an die Arbeit geht. Wenn mal etwas schiefgehe, helfe Jammern am Ende niemandem weiter, findet er. Deshalb lautet sein Motto: Kopf hoch, morgen ist ein neuer Tag. Und man sollte möglichst jeden genießen. In seiner Freizeit ist ihm das Training im Fitnessstudio wichtig. Und Zeit für Familie mit seinen vielen Geschwistern, Neffen und Patenkindern.


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    Auf diesem Blog erzählen einige von ihnen aus ihrem Alltag in einer der bundesweit rund 150 Gesundheitseinrichtungen von Asklepios. Wie sie arbeiten und was sie bewegt, lesen Sie hier.

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