Unser Team bekommt Verstärkung: Herzlich willkommen, liebe Beatrix Nath! Die Fachkrankenschwester für Onkologie und Palliative Care ist für die onkologische Weiterbildung an der Asklepios Klinik Altona verantwortlich. Beatrix – kurz Bea – möchte mit ihren Blogbeiträgen die Pflege sichtbarer machen und dabei auch den Blick über den eigenen Tellerrand wagen.
Manche erfolgreiche Karrierewege beginnen eher zufällig. So war es auch bei Bea, Jahrgang 1996. Dass sie einmal in der Pflege arbeiten würde, war von ihr nicht geplant. Erst kurz vor dem Schulabschluss brachte eine Klassenkameradin sie wie zufällig auf die Idee. Als sie deren Berufswunsch „Krankenschwester“ hörte, wurde auch ihr Interesse geweckt.
Onkologische Pflege berührt
Inzwischen arbeitet Bea seit ihrem 17. Lebensjahr in der Asklepios Klinik in Hamburg-Altona. Sie merkte schnell, dass ihr Herz für die Onkologie schlägt. Während ihrer Probezeit kam Bea bald auf die Onkologie. Dort wurde ihr zum ersten Mal bewusst, was eine Krebstherapie für Betroffene bedeutet. Auch, weil sie sich an ihre eigenen Großväter erinnerte und ihr plötzlich klar wurde, was sie durchgemacht haben mussten. Bea spürte, dass die Onkologie ihre Aufgabe ist.
Pflegeprüfung und Werdegang
Nach ihrem Examen absolvierte sie die Fachweiterbildung für Onkologie und Palliative Care und wurde 2021 Fachkrankenschwester. Heute gibt sie ihr Wissen weiter und ist für die onkologische Weiterentwicklung im Haus verantwortlich. Zudem arbeitet sie als freiberufliche Dozentin beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) und unterrichtet dort die Teilnehmer:innen der onkologischen, intensivmedizinischen und geriatrischen Weiterbildungen.
„Ich habe schon immer gerne Wissen weitergegeben, weil ich gut erklären kann“, sagt sie über sich. Das Paradoxe daran sei jedoch, dass sie selbst eigentlich eine unheimliche Prüfungsangst habe.
Deshalb hätte sie nie daran gedacht, irgendwann einmal zu unterrichten oder auf Kongressen vor 300 Leuten zu reden. Heute sagt sie: „Ich merke, wie viel Spaß mir das Unterrichten macht. Ich sehe es nicht als zusätzliche Belastung an.“
Nähe und Verantwortung in der Pflege
Was Bea an ihrem Beruf besonders schätzt, ist die Nähe zu den Menschen. In der onkologischen Pflege begleiten Fachkräfte die Patient:innen oft über längere Zeiträume hinweg. „Man lernt die Menschen hinter der Diagnose kennen“, sagt sie. Gerade diese Nähe und die kontinuierliche Begleitung machen die Arbeit für sie besonders wertvoll.
Weiterentwicklung in der Pflege
Die Onkologie ist ein Fachgebiet, das sich ständig weiterentwickelt. Bea treibt genau das an: dazulernen, sich weiterentwickeln und nie stehenbleiben.
Dabei hat sie sich enorm viel Wissen angeeignet. Ihr Know-how will sie hier mit anderen teilen. Sie möchte über ihre Erfahrungen aus der Onkologie und Palliativmedizin schreiben und über das, was Pflege leisten kann. Ihr geht es auch um Perspektiven: weg von der Frage, was nicht möglich ist, hin zu dem, was sich bereits verändert hat – und weiter verändern kann.
Ausgleich schaffen mit Selfcare-time
Nach der Arbeit findet Bea ihren Ausgleich im Zusammensein mit ihrem Freund und ihrer Oma. Menschen, die ihr definitiv Kraft geben. Auch Meditieren tut ihr sehr gut. „Selfcare-time ist mir wichtig“, betont sie.
Bea beschreibt sich selbst als empathisch, lebensfroh und humorvoll. Eigenschaften, die wir hoffentlich schon bald auch in ihren Texten spüren können.
In ihrem ersten Beitrag geht es um Nähe, Verantwortung und Menschlichkeit in der onkologischen Pflege. Bleibt dran!
Foto: Asklepios

