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Mein Weg ins Traineeprogramm Pflegemanagement

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Weiterbildung

Im Jahr 2012 habe ich meine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger erfolgreich abgeschlossen und anschließend in einem Hamburger Krankenhaus in kirchlicher Trägerschaft im Fachbereich der Akutpsychiatrie gearbeitet. Diese spannenden und aufregenden fünfeinhalb Jahre boten mir große Entwicklungsmöglichkeiten – sowohl auf der professionellen Ebene, als auch in meiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung. Vor allem diese persönliche, charakterliche Entwicklung in der Pflege ist aus meiner Sicht ein großer Pluspunkt für das Berufsbild. Dafür bin ich dankbar! Anfang 2016 bemerkte ich: „Ich brauche Futter für mein Gehirn! Und zwar JETZT!“

Ich entschloss mich sozusagen „aus dem Affekt heraus“, ein pflegefachliches Studium zu beginnen. Nur welches? Pflegepädagogik? Pflegemanagement? Pflegewissenschaften? Oder ein anderes? In der Gesundheits- und Krankenpflege besteht eine Fülle an Möglichkeiten und ich hatte das Glück, auswählen zu können wie von einem reich gedeckten Buffettisch, worauf ich am meisten Appetit hatte.

Zweigleisig fahren: Pflegekraft und Student

Ich entschied mich für den berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Pflegemanagement (Bachelor of Arts) an der APOLLON Hochschule in Bremen , im Februar 2016 ging es los. Glücklicherweise habe ich mich im Vorfeld mehr damit auseinandergesetzt, was ich damit später machen kann und weniger damit, was die inhaltliche Ausgestaltung des Studiums selbst betrifft. Denn hätte ich im Vorfeld gewusst, wie groß der Anteil an BWL und Wirtschaftsmathematik ist, hätte ich mich dagegen entschieden – was ich sicher bereut hätte. An dieser Stelle kann ich also aus eigener Erfahrung sagen, dass es sinnvoll sein kann, sich selbst schnell ins kalte Wasser zu werfen, statt die Dinge „kaputt zu denken“. In der Schule habe ich Mathematik bis zu den Binomischen Formeln verstanden und danach war Schluss… Heute hingegen bereiten mir der mathematische Anteil meines Studiums wie auch die BWL riesige Freude. Mein Gehirn erhielt das, was es brauchte: Futter! Und erfreulicherweise ist es bis heute noch nicht satt, was gerne noch sehr lange so bleiben darf!

Traineeprogramm neben dem Studium

Eher über einen Zufall bin ich im Jahr 2018 auf das Traineeprogramm Pflegemanagement von Asklepios aufmerksam geworden. Vorher habe ich mich nicht aktiv mit einer Veränderung auseinandergesetzt, da mir mein damaliges Arbeitsumfeld große Freude und ein hohes Maß an Selbstverwirklichung bereitete. Dennoch war meine Neugier auf etwas Neues so groß, dass ich eine Bewerbung schrieb. Kurze Zeit später wurde ich zu einem sehr angenehmen Bewerbungsgespräch eingeladen.

Ich bekam eine Zusage für das Traineeprogramm. Damit stand fest, dass ich zum 1. Juni 2018 von Hamburg nach Brandenburg an der Havel ziehen würde, um mein erstes Jahr des Traineeprogramms zu absolvieren (örtliche Flexibilität war Voraussetzung für das Programm). Von 0 auf 100, von jetzt auf gleich, von heute auf morgen hatten sich meine Pläne geändert. Für mich gehört das zu den schönen Seiten des Traineeprogramms: Es bringt Veränderungen, Dynamik und Herausforderungen, und es erfordert Flexibilität. Das gefällt mir. Schon durch mein Studium hatte ich festgestellt, dass Stillstand nicht der Zustand ist, in dem ich mich wohl fühle.

Umzug für ein Jahr

Mein erstes Jahr in Brandenburg war unglaublich. Ich arbeitete im Asklepios Fachklinikum Brandenburg. Ich merkte schnell, dass mir die neuen und absolut unbekannten Aufgabenfelder große Freude bereiteten. Dazu gehörten zum Beispiel Mitarbeiterführung nicht nur in der Theorie. Ich verstand, dass ich autonom handeln kann und darf, sofern ich mein Handeln gut begründen konnte. In einigen Bereichen konnte ich mir einen gewissen Expertenstatus erarbeiten und ich fand meine eigenen Steckenpferde, die ich darüber hinaus großartig mit Hausarbeiten, Fallaufgaben, Projekten oder sonstigen Inhalten meines Studiums verbinden konnte. Ob es die Spannungsfelder rund um die vier tätigen Generationen in der Krankenhauslandschaft sind, verschiedene Führungsstile insbesondere in Bezug auf junge Generationen (Y und Z) und die Hierarchien in Krankenhäusern oder die Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen unserer jungen Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege.

Mein zweites Trainee-Jahr in der Heimat

Nun bin ich auch seit dem 1. Juni 2019 nach einem Jahr Brandenburg wieder zurück in meiner Heimat und absolviere mein zweites Jahr in der Asklepios Klinik Hamburg-Altona. Das Traineeprogramm läuft noch bis Mai 2020, mein Studium werde ich bis dahin ebenfalls abgeschlossen haben (bald geht es dann mal an die Bachelor-Thesis). Ich bin neugierig auf viele spannende und neue Eindrücke und ebenso auf die Zukunft, die noch vollkommen offen ist.

Ich freue mich schon auf die Zeit nach meinem Traineeprogramm, in der ich für eine Abteilung im Krankenhaus zuständig sein werde und das machen werde, was mir am meisten Freude bereitet: Das Führen und insbesondere das Mitnehmen von Menschen auf einen Weg, der gemeinsam ausgestaltet und begangen wird. Und ich hoffe, dass dieser Weg nicht frei von Steinen sein wird. Denn diese Steine sorgen auch dafür, dass jeder einzelne Mitarbeiter sein Entwicklungspotenzial entdeckt und über sich hinauswachsen kann.

Foto: David de Vries

Über Uns

Wir sind Pflege! Denn mit mehr als zwei Millionen Patienten sind die Asklepios Kliniken eines der größten Gesundheitsunternehmen in Deutschland. Über 38.000 Mitarbeiter sind rund um die Uhr im Einsatz - ein großer Teil von ihnen als Pflegekräfte.
Auf diesem Blog erzählen einige von ihnen aus ihrem Alltag in einer der bundesweit rund 150 Gesundheitseinrichtungen von Asklepios. Wie sie arbeiten und was sie bewegt, lesen Sie hier.

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